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Basstölpel
Morus bassanus
Art der Sulidae


Abb.. 1933 © Vogelnarr

Abb.. 1915 © Andreas Stumpner
ad.
juv.

Der Basstölpel besitzt keinen ausgeprägten Geschlechtsdimorphismus. Wohl aber zeigen sich deutliche Unterschiede im Gefieder von Vögeln unterschiedlichen Alters. Das adulte Gefieder wird nach vier Jahren erreicht und ist größtenteils rein weiß gefärbt. Die Handschwingen sind für ihre Breite relativ kurz und zeigen so mehr Ähnlichkeiten mit Vögel wie Tordalk als mit denen von Enten oder Möwen. Im adulten Gefieder sind die Handschwingen dunkelbraun gefärbt mit einem großflächigen hellgrauen Innenfahnensaum. Die Außenfahne ist nur sehr schwach verengt. Die Innenfahne zeigt vorallem auf den äußeren zwei bis drei Handschwingen eine deutliche Verengung. Auch dieser Federaufbau ist nicht weit verbreitet. Die Armschwingen sind rein weiß gefärbt mit einem leichten dunklen Saum um den Kiel. Den Übergang bilden nur ein bis zwei Federn in denen der Flügel vom Dunkelgrau ins Weiß wechselt. Die Steuerfedern sind ebenfalls rein weiß gefärbt. Die S1 ist verlängert und besitzt eine dolchförmige Gestalt.

Das Jugendgefieder ist relativ gleichmäßig gefärbt. Die Hand- und Armschwingen sind dunkelbraun mit einem graubraunen Saum der Innenfahne. Die Handschwingen sind nicht anders gefärbt. Auch die Steuerfedern besitzen diese braune Färbung mit dem hellen Saum. Im Lauf der Jahre nimmt das Gefieder immer mehr an Kontrast und Weißanteil zu (ähnlich wie bei den Großmöwen der Gattung Larus).

Nummer längste
Handschwinge 10 pro Flügel 369.0 - 375.5mm n=2
H9 (100%)
Armschwinge 28-29 pro Flügel 160.0 - 166.5mm n=2
A1 (100%)
Steuerfeder 12
229.5 - 262.0mm n=3
S1 (100%)
Flügellänge1 Handflügelindex1,2 (HWI) Handschwingenindex Verhältnis Flügellänge/längste H Verhältnis Handflügel-/Handschwingenindex
462 - 497mm n=6 58 - 63% n=4 56 - 56% n=1 Keine Daten verfügbar Keine Daten verfügbar
Details

Die Flügellänge berechnet sich aus der Länge des Flügels gemessen vom Carpalgelenk bis zur Spitze der längsten Handschwinge. Der Flügel wird dabei angewinkelt und die Handschwingen maximal gestreckt und flachgedrückt (Methode Kleinschmidt)

Kombinierte Daten aus:
Avonet1: 462 - 497mm n=6

Der Handflügelindex, wie er 1959 von Friedrich A. Kipp vorgestellt wurde, wird berechnet aus dem Verhältnis von Handlänge (Differenz zwischen längster Handschwinge und äußerster Armschwinge) und der gesamten Flügellänge.

Kombinierte Daten aus:
Avonet1: 58 - 63% n=4,
Der Handschwingenindex wird berechnet aus dem Verhältnis von längster Handschwinge zur ersten (äußersten) Armschwinge. Es ist das Equivalent zum Handflügelindex für Federmaße. Das Verhältnis der Flügellänge zur längsten Handschwinge erlaubt es Bestimmungsmerkmale, die auf einem der beiden Werte basieren, in den jeweils anderen Wert umzurechnen. Das Verhältnis Handflügel-/Handschwingenindex erlaubt es die Werte eines Verfahrens in die jeweils anderen Werte näherungsweise umzurechnen und für Bestimmungen zu verwenden.
1 Tobias, J. A., et al. (2022). AVONET: morphological, ecological and geographical data for all birds.
2 Kipp, Friedrich A.: "Der Handflügel-Index als flugbiologisches Maß", erschienen in "Vogelwarte - Zeitschrift für Vogelkunde", 1959, Band 20, Heft 1



ad.
juv.

Länderzuweisungen

Ruderfüßer

Schutzstatus

  • Washingtoner Artenschutzübereinkommen
    nicht gelistet
  • Verordnung (EG) Nr. 865/2006
    nicht gelistet
  • Bundesnaturschutzgesetz §44
    besonders geschützt